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EU-Dokumente




European Destinations of Excellence (EDEN)

Tourismus-Award der Europäischen Union

Jährlich wird im Rahmen des EU-Projektes EDEN ein Preis für Tourismusdestinationen vergeben. Die Umsetzung des Projektes erfolgt durch die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten.
Ziel dieser Initiative ist es vor allem, die Qualität und Vielfalt der europäischen Destinationen zu unterstreichen und nachhaltige Entwicklung in den Destinationen zu stärken.

Mehr unter: http://ec.europa.eu/enterprise/sectors/tourism/eden



Renewed EU Tourism Policy 2006

Eine neue EU-Tourismuspolitik: Wege zu mehr Partnerschaft für den europäischen Tourismus

Die 2006 von der Kommission vorgeschlagene, neue Tourismuspolitik-Richtlinie, zielt darauf ab, die Industrie bei der Annahme zahlreicher Herausforderungen zu unterstützen und gleichzeitige allgemeine Wettbewerbsfähigkeit voranzutreiben. Die Herausforderungen umfassen die Bevölkerungsalterung in Europa, Zunahme des externen Wettbewerbs, Konsumentenwünsche nach spezialisierterem Tourismus, und die Notwendigkeit mehr nachhaltige und umweltfreundliche Praktiken zu entwickeln. Die überarbeitete Politik-Leitlinie strebt an, mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, indem sie die Bedingungen für ein starkes Tourismus-Wachstum in den nächsten Jahren fördert.

 

Mehr unter: http://ec.europa.eu/enterprise/tourism/documentation/communications/commission_communication_2006/index_en.htm



Code of Conduct

Quelle: Ecpat Sweden/Ecpat DE/ respect

Verhaltenskodex für die Reisebranche zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch durch Sextouristen
ein Projekt der Europäischen Kommission
Projektpartner: ECPAT Schweden, ECPAT Deutschland / respect Österreich

Code of Conduct für Reiseunternehmen zur Prävention und Bekämpfung von Kindesmissbrauch durch Sextouristen
Projektbeschreibung
Einführung und Erprobung des Code of Conduct für Reiseunternehmen.

Ziele
Die Reiseunternehmen und deren Beschäftigte als Mitstreiter bei der Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Kindern durch Sextouristen gewinnen. Eine nachhaltige Veränderung der Policy von Tourismusunternehmen herbeiführen.
Zielgruppen
In erster Linie im Tourismus beschäftigte Personen; darüber hinaus auch die breite Öffentlichkeit und Reisende.
Antragsteller: respect – Zentrum für Tourismus & Entwicklung / KommEnt – Gesellschaft für Kommunikation und Entwicklung

Projektdurchführung
ECPAT – Deutschland, ECPAT Schweden Ko-Finanzierung Europäischen Kommission DG XXIII und BMaA (Zusagen)
Zeitraum 1.11.1999 – 31.10.2000 (Zeitliche Vorgabe von der Europäischen Kommission, DG XXIII)


Einführung
Nach wie vor besteht die dringende Notwendigkeit, dass auch die Tourismusindustrie ihre Mitwirkung und ihre Aktivitäten bei der Bekämpfung des sexuellen Mißbrauchs von Kindern durch Touristen verstärkt. Zwar haben internationale Tourismusorganisationen die Brisanz erkannt und entsprechende Resolutionen verabschiedet.
Der von ECPAT Schweden zusammen mit mehreren Reiseunternehmen entwickelte Verhaltenskodex, genannt "Code of Conduct", ist nachhaltig und umfassend darauf angelegt, die Reiseindustrie und deren Beschäftigte als Mitstreiter bei der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Sextouristen zu gewinnen.
Die von respect geplanten Kommunikations- Trainings- und Sensibilisierungsmaßnahmen sind Teil dieses Projektes, das von ECPAT Schweden bei der Kommission eingereicht wurde, mit ECPAT Deutschland/Aktion Dritte Welt e.V. als weitere Hauptpartner.
Darüber hinaus sind die ECPAT Organisationen in Österreich, Niederlanden, Italien, Dänemark und Frankreich am Projekt beteiligt. Auch die Reisebranche steht dem Projekt "Einführung des Code of Conduct" positiv gegenüber. Verschiedene internationale Tourismusorganisationen haben weiters ihr Interesse an der Entwicklung eines effizienten Evaluierungssystems geäußert.
Unterstützende Erklärungen für die Einführung des Code of Conduct gibt es auch vom ÖRV (Österreicher Reisebüro- und Reiseveranstalterverband) sowie der Wirtschaftskammer Österreich, Sektion Reisebüros & -veranstalter.

Allgemeine Ziele und Zielgruppen
Die Tourismusunternehmen sollen dafür gewonnen werden, offensiv und effektiv die Möglichkeiten zu nutzen, die ihnen bei der Bekämpfung des Kindesmissbrauchs durch Touristen zur Verfügung stehen. Die Beschäftigten in den Unternehmen sollen dafür gewonnen werden, stärker als bisher Verantwortung bei der Bekämpfung der Kinderprostitution durch Touristen zu übernehmen.
Die als Teil des Code of Conduct zu entwickelnde Unternehmensphilosophie soll eine entsprechende Imagewirkung der beteiligten Reiseunternehmen begünstigen, wodurch diese wiederum Vermarktungsvorteile erlangen können. Das Ziel der Zusammenarbeit mit den Reiseveranstaltern ist, eine Win-Win-Situation zu erreichen und eine Stigmatisierung der Reiseindustrie zu überwinden.
Durch die gleichzeitige Einführung des Verhaltenskodexes in mehreren europäischen Staaten soll es den Reiseveranstaltern erleichtert werden, sich einem wirksamen Selbstregulierungsmechanismus anzuschließen, wie es in der von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften vorgeschlagenen Strategie zur Bekämpfung des Kindersextourismus durch Verschärfung von Verhaltenskodizes und Selbstregulierungsmechanismen der Branche in Zusammenarbeit mit NGOs festgehalten ist (KOM (1999) 262 endg. 26.5.99).

Für die Erlangung des Code of Conduct finden nicht nur einmalig, sondern in regelmäßigen Abständen Trainingsmaßnahmen für die Beschäftigten der Reiseunternehmen statt. Sie sollen die Gewähr bieten, eine nachhaltige Veränderung in den Unternehmen und eine Motivation der Beschäftigten zu bewirken. Da der Code of Conduct auch den Abschluss von entsprechenden Verträgen mit den Subunternehmen der Reiseunternehmen v.a. in den Zieldestinationen vorsieht, können breite Kreise der Branche erreicht werden.
Durch die gleichzeitig im Code of Conduct vorgeschriebene Information der Kunden wird auch die Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit gewährleistet.
Außerdem sind Schlüsselpersonen in den Destinationen zu identifizieren, die als Mitstreiter für den Code gewonnen werden können, ohne gleichzeitig Vertragspartner der Reiseveranstalter zu sein.

Die 5 Kriterien des Code of Conduct für Reiseunternehmen gegen Kindersextourismus

1. Einführung einer Firmenphilosophie, die sich eindeutig gegen Kindersextourismus richtet. Die Reiseunternehmen sollen eine Policy entwickeln, die sich klar gegen Kindersextourismus wendet.
2. Training und Information der Beschäftigten im Entsende- und im Reiseland . Die Beschäftigten und Fachkräfte der Reiseunternehmen sollen informiert und geschult werden, damit sie über die Problematik informiert sind, die entsprechende Firmenpolicy aktiv vertreten können und damit zu Mitstreitern bei der Bekämpfung des Kindesmissbrauchs durch Sextouristen werden.
Eine Anzahl von Tourismusfachkräften in Schlüsselpositionen sollen zu sogenannten "Code Instructors" ausgebildet werden und als interne Inspektoren arbeiten, um die weitere Information der Beschäftigten übernehmen zu können.
3. Verträge mit den Geschäftspartnern (Hotels, Transportunternehmen etc.), die Kindersextourismus ausschließen. Die Reiseunternehmen sollen einen entsprechenden Passus in ihre Verträge mit ihren Partnern aufnehmen, der darauf hinweist, dass Kindersextourismus z.B. in den Vertragshotels nicht gestattet ist.
4. Information der Kunden durch Kataloge, Faltblätter, In-Flight-Filme, Kofferanhänger, Home-Pages etc.
Die Reiseunternehmen verpflichten sich, ihre Kunden mit Hilfe verschiedener Aktivitäten und Materialien über die Problematik zu informieren. Die Kunden sollen wissen, dass sich das Reiseunternehmen um den Code of Conduct bemüht.
Die Information soll schon beim ersten Kontakt mit den Reiseunternehmen beginnen, durch entsprechende Hinweise in den Katalogen, Broschüren etc. Den Reiseunterlagen sollen weitere Informationen beigefügt sein. Während des Flugs bzw. der Anreise sollen durch On-board-Magazine oder In-Flight-Videos und nach der Ankunft im Hotel, den Bars, Restaurants, Appartements weitere Informationen erfolgen.
5. Information von sogenannten lokalen Schlüsselpersonen in den Destinationen.
In den Destinationen sollen Schlüsselpersonen über das Bemühen, durch den Code of Conduct den Kindersextourismus zu bekämpfen, informieren.



Communication on the implementation of measures to combat child sex tourism


Quelle: http://europa.eu.int/comm/enterprise/services/tourism/index_en.htm

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Wirtsafts- und Sozialausschuß und den Ausschuß der Regionen zur Umsetzung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Sextourismus mit Kindesmißbrauch.


Sustainable Tourism - Council resolution of november 1998
Quelle: http://www.europa.eu.int/comm/development/lex/en/en/1998/res_98_tourism.htm

Beschluss des Entwicklungs-Ministerrates der Europäischen Kommission zur Förderung des Nachhaltigen Tourismus in Entwicklungsländern.

Tourism

Council Resolution of 30 november 1998

1."The Council welcomes the Commission communication on tourism and development. It considers support for a viable tourism sector which respects the environment and local, social and cultural traditions, as an important contribution to sustainable development.

2.The action of the Community and the Member States in this field should be seen in the framework of the development of the private sector to which the Council attaches great importance in particular because of its contribution to economic growth and reducing poverty which are major objectives of the Union's development policy.

3.The Council believes that projects and programmes in the field of tourism should take account of the need to:

- maximise the contribution of tourism to the economic and social development of the country;

- minimise existing or potential negative effects of tourism;

- maximise the contribution of tourism to poverty eradication.

4.The action of the Community and the Member States should aim to support the authorities of the beneficiary in planning, regulation and encouragement of private initiatives and in taking account of the interests of local populations. This support should help governments to:

- measure the performance of the tourist industry and assess its present or potential economic, social, cultural and environmental effects at macro-, meso- and micro- level;

- define and update sustainable and gender-sensitive tourism development strategies with clear, realistic and measurable objectives;

- develop an appropriate institutional, legal and methodological framework, to implement strategy in coherence with sustainable development policy and local initiatives to avoid negative impact from tourism development;

- contribute to the fight against "sexual tourism" in particular concerning children ([1]);

- promote a partnership with the private sector and the setting up of new partnership models, excluding direct financial contribution in the budget of tourism promotion organisations;

- ensure the participation of civil society, local communities and indigenous peoples in the process of the development of tourism so that they receive maximum benefit;

- ensure that where employment opportunities are generated, these should conform to ILO labour standards.

5.European aid should help to support the role of the private sector in an open, competitive market economy, by encouraging dialogue between professionals in the sector, to create an interface for consultation with the public authorities and develop the institutional and professional capacities of the partners concerned. Rather than create specific instruments, private sector support instruments could be mobilised for undertakings in the tourism sector.

6.In view of the particularities of this sector, where the quality of services, infrastructure and the preservation of the natural and cultural heritage are essential, it is important that the public authorities ensure:

- the continuing development of human resources, including from the local populations;

- socially and environmentally sensitive investment in related public infrastructure;

- the protection and sustainable management of their heritage.

7.With a view to contributing to the full implementation of partner country strategies in the area of tourism, the Council invites the Commission and Member States to ensure adequate coordination in order to allow joint action and, where appropriate, to develop useful methodology.

The Community and its Member States will reinforce operational coordination between partner countries, themselves and other donors, in accordance with the Guidelines on operational coordination adopted in March 1998 in order to improve efficiency and ensure complementarity of their actions and efforts."

[(1)] See Council Statement of 26 November 1997 on Combating Child Sex Tourism.



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