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Tourismus hinterlässt Eindrücke - bei den Reisenden und in den Reisegebieten.
Es gibt viele gute Beispiele, wie Tourismus zu einer Nachhaltigen Regionalentwicklung beiträgt. Oftmals ist aber auch
ein wachsames Auge auf Fehlentwicklungen durch Tourismus angebracht.
Im tourism_LOG von respect berichten Korrespondenten aus aller Welt von ihren Beobachtungen zum mächtigen und durchaus eindrucksvollen Phänomen Fernreise-Tourismus.
Den Start machte 2007 Marcus Bauer mit seinen Berichten aus Südasien - mit Schwerpunkt auf das östliche Indien. Seit Mai 2009 schreibt Armin Hermann vorwiegend aus Thailand über die spannende Entwicklung der Mekong-Region im Dreiländer-Eck Thailand, Burma/Myanmar, Laos.
Neu seit Juni 2009: Der Mekong, die Lebensader Südost-Asiens
Armin Hermann ist Student am ITM (International Tourism & Management College) in Semmering/Niederösterreich. Der 40-jährige greift damit schulisch auf, was er zuvor praktisch erprobt hat. Zehn Jahre hat er in Thailand ein kleines Resort in Kanchanaburi am River Kwai geführt, bevor er als UN-Blauhelm zu Friedenseinsätzen in den Nahen Osten gezogen ist. Mit wachsamem und kritischem Blick und viel Einfühlungsvermögen (nicht zuletzt durch seine guten Kenntnisse der Thai-Sprache) in die Belange der lokalen Bevölkerung schreibt Armin z.B. über
Vom Mekong und der Chinesischen Mauer
Bereits eine Stunde nach meiner Ankunft in Chiang Saen diskutiere ich mit den Besitzern meiner Wahlunterkunft, dem Gins Guest House, über den Mekong und seine brandaktuellen Probleme. Ich habe riesiges Glück: Hausherr Sugin Dechkul hat Universitätsabschlüsse in Englisch, Sozialer Entwicklungsarbeit und ist obendrein Rechtsanwalt. Auch seine Frau Juree ist ausgebildete Sozialwissenschafterin und die beiden Nebenerwerbs-Gästehausbesitzer füttern meinen Wissendurst mit einem Schwall an Informationen. Es fallen gewichtige Schlagworte wie neuer Frachthafen, laotisch-chinesisches Spielkasino, Felssprengungen zur Bootsfahrrinnen-Erweiterung, Flussverschutzung, Fisch- und Algensterben, Uferverbauung, Niedergang sozialer Dorfstrukturen durch Umsiedlungen und Staudamprojekt Laos. Ich kann aber auch erste positive Notizen machen: Juree Dechkul erzählt mir von privaten Initiativen zur Rettung des Mekong und gibt mir Kontaktadressen lokaler Aktivisten und NGOs, die um den Fluss und seine Umwelt bemüht sind. Die langsame Zerstörung des Mekong würde auch ein langsames Sterben des gerade erwachenden Öko-Tourismus bedeuten, da sind wir uns einig!
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Neben all den Recherchen bleibt hin und wieder auch Zeit für weitere Einsichten in die Thailändische Gesellschaft, z.B. über einen Besuch der
Großstadtgeister
Schon vor 20 Jahren hat der thailändische Liedermacher und Populist Ed Carabao dogmatisch das Treiben der Städter zu einem Lied gemacht. Meng Mau ist der Titel – Fliegende Termiten heißt das frei übersetzt. Alljährlich im Mai fliegen Milliarden der Insekten aus, um neue Kolonien zu gründen. Leicht haben es die Termiten nicht in Bangkoks Betonhölle. Leckeres, morsches Holz ist selten geworden. Trotzdem erscheinen sie jedes Jahr zu Beginn der Regenzeit wieder. So wie Millionen von armen Nordostthailändern nach der Reisernte in die Stadt der Engel ziehen, um nach Arbeit zu suchen. Meng Mau hat Ed Carabao diese Neuankömmlinge der Großstadt nicht ganz ohne Sarkasmus genannt.
Neben all diesen Menschen und Tieren gibt es aber noch die Geister der Stadt – Thep heißen sie bei den Thais. Was ist im Labyrinth aus Straßen, Häusern und fliegenden Termiten wohl aus ihnen geworden? Ich hatte heute ein paar Stunden Zeit und begab mich auf die Suche. Zuerst muss ich aber noch die Beziehung der Leute zur Geisterwelt erklären...
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